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Clavi aufnähen (zum Nachrüsten als Kompromiss)

Römer waren bisher ja nicht meine Baustelle. Auf Veranstaltungen und Messen habe ich jedoch vieles gesehen das mir ein wenig weh getan hat z.B. aufgenähte Filzstreifen oder gemalte Streifen und mir war klar, das ist alles aus der Not geboren. Teils weil man es nicht besser weiß, teils weil man nichts Besseres bekommt. Und wenn man es dann hat fehlt oft das Geld für etwas Besseres.

Dem nicht besser wissen, möchte ich mit dem Vorpost abhelfen:

Clavi - wie sie aussehen und wie sie ins Textil kommen

Zum Nachrüsten habe ich nun handgewebte Bänder im Angebot, es ist möglich sich Band in Wunschfarbe und -länge zu bestellen. Bitte nutzt das Kontaktformular.

Damit das Aufnähen gut gelingt gibt es hier eine kleine Anleitung. Da ich keine Römer-Tunika habe oder brauche, habe ich das Band auf einen neuen Stoff aufgenäht.

Zur Vorbereitung sollte die Tunika schön flach ausgebreitet werden, und die Linie wo die Clavi hin sollen, mit Schneiderkreide vorgezeichnet werden. Als Ersatz für Schneiderkreide kann man auch ein Stückchen trockene Seife zum Zeichnen verwenden. 

Wenn Ihr neuen Stoff verwendet sollte er vorgewaschen sein, möglichst bevor Ihr mit dem Schneidern beginnt. Der Stoff sollte in Leinwandbindung sein. (mein Stoff wäre mit 2/2 Köper die falsche Wahl)

Passendes Garn zur Borte lege ich Euch dazu, so das Ihr dass Bändchen fast unsichtbar von Hand annähen könnt.

 

 

Das Band schön ordentlich mit Nadeln fest stecken. Das Band sollte etwa 2-3cm länger als der Tunikasaum sein.

Den Faden am Ende verknoten und auf der Rückseite der Tunika fixieren.

Anfang und Ende der Borte sollten gut vernäht werden, auf der Rückseite  einmal umgeschlagen oberhalb des Tunikasaums annähen, so das sich die Gewebe nicht knubbeln. (Bild reiche ich nach)

Los gehts mit Nähen, die Nadel sollte nicht zu dick sein, (meine ist zu dick), die Stiche sollten so zierlich sein, wie das Muster im Band, so das der Faden sich mit dem Muster fügt und unsichtbar ist. Die Naht sollte ziemlich weit aussen sein, damit das Band später nicht absteht.

Ihr näht erst eine Seite an, dann die Andere.

Fertig.

Ihr seht das Band trägt nicht allzu stark auf, weil es aus ziemlich feinem Garn gewebt wurde. Auch der Annähfaden ist fein, denn er soll ja nicht auffallen, und die Naht muss ja keinen Zug oder keine große Belastung halten.

 

Bändchen können bestellt werden, oder sind im Shop erhältlich.

 

Ich habe nur ein kleines Stückchen angenäht (rechts) , man kann den Unterschied ganz gut erkennen.