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Bügeltasche

Für eine Veranstaltung musste eine einfache Umhängetasche für eine schlicht gekleidete Person aus dem frühen Mittelalter her.

Die gedachte Person hätte eine Frau um 800 aus der Wallsiedlung Starigard in heutigen Oldenburg in Holstein sein können.

Die Formensprache der Menschen zu diesem Zeitraum dort war sehr einfach und schlicht, so weit sich das im heutigen archäologischen Fundgut ablesen lässt.

Einfach und schlicht schließt raffinierte Handhabung nicht aus und so habe ich mich zu einer Bügeltasche entschlossen.

Dazu habe ich kurzerhand einen Ast meines frisch geschnittenen Kirschbaums genommen und mit einer Axt gespalten. Die Rinde wurde vom Holz geschält, jeweils rechts und links ein Bohrloch gesetzt. Fertig.

 

Aus einem Stoffrest habe ich eine Tasche genäht die mehr breit als lang ist und habe Ösen angenäht die den Trageriemen führen so dass die Tasche umgehangen seitlich eingefaltet liegt. Möchte ich in die Tasche hineingreifen, ziehe ich sie an einem Bügel auf, lasse ich los, zieht das Gewicht der Tasche sie wieder zu. So kann man  in die Tasche weit hineinsehen und kramen, Taschendiebe jedoch können das nicht. Durch die Proportionen der Tasche schlägt die Tasche nicht gegen die Beine und hängt nicht lang runter. Sie ist ein kleines Raumwunder und wirklich praktisch.

 

Literatur : 

diesmal habe ich einfach abgeguckt, im wunderbaren Blog von Tomáš Vlasatý sind die Taschentypen wunderbar recherchiert :

 Reconstruction of the "Viking bag" - Projekt Forlǫg

Thank you, verry much, Tomáš !